MORGENTHAU

War on Terror

Zurück aus Ägypten

Mohammed aus Baghdad berichtet - Iraq the Model Weblog


Ich bin nun zurück in Baghdad, nachdem ich eine Woche in Kairo auf einem Seminar für Blogger und Aktivisten war. Dieses Seminar wurde u.a. vom Cato Institute, dem Amerikanisch-Islamischen Kongress und HamsaWeb unterstützt.

Es war eine sehr interessante und informative Erfahrung mit Menschen wie Dr. Palmer, Johan, Zainab und Jess zu reden. Das Training wurde von Dr. Shafeeq, dem Kopf der Amerikanischen Universität in Kairo geleitet.
Noch aufregender aber war die Menge an jungen Männern und Frauen, die ähnliche Hoffnungen und Sorgen wie wir haben. Wir diskutierten unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten in der gefährlichen Situation in der sich unsere Region befindet. Ob es möglich wäre der Bedrohung etwas entgegen zu setzen - der Bedrohung durch totalitäre Regime und Extremismus, die nichts hören wollen was ihrer rückwartsgewandten Ideologie widerspricht, die sie den Leuten aufzwingen wollen.

Das ist wirklich nicht leicht und ich applaudiere diesen jungen Menschen für ihre Courage und Bestimmtheit, die so hart in ihren Gesellschaften arbeiten um die Rechte zu bekommen und für sich für Freiheit und Demokratie einzusetzen in einer Umgebung, welche nur feindlich gegenüber allem Neuen genannt werden kann.

Meine Teilnahme an diesem Treffen hat jedenfalls meine Hoffnung genährt und verstärkte mein Gefühl, dass wir diesen Kampf nicht allein kämpfen.
Schön war auch, dass jeder bei dem Treffen dem Projekt Irak alles Gute wünschte und jeder hoffte, dass dies dann Auswirkungen im positiven Sinne auf die Umgebung haben würde.

Auf der anderen Seite gibt es den destruktiven Effekt der Medien die gerne die schlechten Seiten der Entwicklung herausstellen. Die Irak als ein Land der Autobomben porträtieren und die guten Entwicklungen nicht erwähnen. Dieser Effekt zeigte auch auf der Konferenz leider seine Wirkung.
Ich habe den Nicht-Irakern bei der Konferenz immer wieder gesagt, dass man etwas so gewaltiges wie einen Regime Change im Irak nicht in so kurzer Zeit beurteilen könnte, verglichen mit den Geschichten anderer Nationen.
Ich weiß im Rauch des Krieges sind die positiven Seiten oft nicht zu sehen, aber als ich das Land verließ und nach Ägypten zur Konferenz reiste um mir die Geschichten aus dem Mittleren Osten und Ländern Afrikas anzuhören, konnte ich sie klar fühlen.

Es mag seltsam klingen, aber in Ägypten fühlte ich etwas, was ich in meiner kriegsgeplagten Heimatstadt nicht fühle: Das erste Mal seit 3 Jahren fühlte ich mich bedrängt von einer Regierung. Ich erzählte einigen Leuten dort, dass ich mich in Baghdad sicher fühle, dass ich manchmal Angst vor den Terroristen habe, aber dass ich niemals die Regierung fürchte und nicht nur ich, sondern alle Iraqis haben keine Angst ihre Meinung offen zu sagen und dass sie mit der Regierung teilweise gewaltig unzufrieden sind. Denn andererseits sind wir Teil der Regierung seit sie durch uns an die Macht kam. Und diese Regierung und die Verfassung hat anders als die Terroristen und Milizen ein starkes Fundament.
Natürlich brauchen wir ne Menge Arbeit um auf diesem Fundament was zu bauen. Aber wir werden sicherlich nicht aufgeben!

Also in Kairo saß ich im Garten des Hotels und las ein Buch, als mich ein Mann überraschte, der mich an Saddams Sicherheitsleute erinnerte. Er sagte nur: "Glaub denen nicht." - "Wer ist ihnen?" frug ich verwundert. - "Diesen Menschen." sagte er und zeigte auf das Buch in meiner Hand. Er sagte: "Wir haben ein gutes System das durch die Regierung und den Islam repräsentiert wird. Vielleicht brauchen wir kleine Veränderungen, aber diese Leute wollen deine Kultur und deinen Glauben zerstören."
Ich hatte Angst diese Konversation würde damit enden, dass er mich über meine Freunde ausfragen würde und ähnliches, deshalb beendete ich sie. Irgendwie fühlte ich mich jedoch zurückgeschleudert in eine Zeit die ich verdrängt hatte die letzten 3 Jahre.

Ich fühlte mich auf einmal als müsste ich meinen Mund halten gegenüber der einfachen Reinigungskraft im Zimmer. Die arbeitete und sagte: "Wenn ihr für Veränderungen seit, dann bin ich ganz bestimmt auf eurer Seite." Es war eine freundlich Geste, aber mit diesen Gefühlen konnte ich nur sagen: "Nein, nein. Wir wollen keine Veränderungen."

Ich habe keine Angst über Veränderungen zu reden, wenn ich im Irak bin. Pluralismus ist ein Faktum hier. Man sieht es an den vielen Parteien. Aber in Kairo hatte ich Angst mich öffentlich zu äußern.

In dem Augenblick wusste ich den Unterschied und wünschte mir augenblicklich wieder in Baghdad zu sein. Ich weiß die Balance stimmt dort nicht so ganz, aber die "welche temporäre Sicherheit wollen, werden niemals Sicherheit bekommen." (Benjamin Franklin).

Ich denke dieser Kampf ist richtig und die Opfer wert und ich habe zusätzliche Gründe erfahren und Motivation gewonnen. Es sind die Menschen ("das Volk"? - "the people" im Original) die uns gewinnen sehen wollen. Und unserer Kampf macht vielleicht die zukünftigen in der ganzen Region einfacher.



Übersetzung: Morgenthau

3 Kommentare 31.8.06 15:14, kommentieren

Die Hizbollah hat nicht gewonnen, sagt Amir Taheri in seinem Beitrag im Wall Street Journal. Und im Gegensatz zu Europa, wo Israels "Niederlage" gern mal gegen die USA instrumentalisiert wird, scheint man das in den arabischen Ländern - die sich selbst vom Iran bedroht fühlen - zu verstehen.

Und Ali al-Ibrahim, ein ägyptischer Kolumnist, schreibt:
“Hezbollah won the propaganda war because many in the West wanted it to win as a means of settling score with the United States. But the Arabs have become wise enough to know TV victory from real victory.”

Die Liste der arabischen Schreiber, Schiiten wie Sunniten, welche die Hizbollah als das erkannt haben, was sie ist - ein trojanisches Pferd der Mullahs - wird länger!

Der ganze Artikel von Amir Taheri ist hier auf englisch zu lesen.

1 Kommentar 26.8.06 11:48, kommentieren

Während sich Old Europe darüber empört, dass George Bush die Terroristen von London und anderswo beim Namen nennt - nämlich "Islamfaschisten", meldet sich Abdul Rahman Al-Rashed zu Wort. Der Manager des TV-Senders Al-Arabiya spricht in der Zeitung Asharq Al- Awsat offen aus: "Es sind doch Faschisten!"

1 Kommentar 20.8.06 11:01, kommentieren

Der Irak bekommt einen neuen Premierminister. Der wiedergewählte Präsident Jalal Talabani beuaftragte heute Al-Maliki mit der Regierungsbildung, Dschafari hatte kurz zuvor verzichtet. Damit ist der Weg frei für eine Einheitsregierung mit Schiiten, Kurden UND Sunniten. Ein großer Schritt!

Gelegenheit noch einmal den Sturz von Saddam zu feiern

1 Kommentar 22.4.06 22:32, kommentieren

Die Autoren des Iraqi Perspectives Project (IPP)-Report haben für Foreign Affairs eine lange Zusammenfassung der neuen Erkenntnisse über Saddams Regime, seine Kapazitäten und Strategien geschrieben. Trotz der Länge ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema beschäftigt:

View from the Inside

1 Kommentar 1.4.06 10:55, kommentieren

Anders als in Damaskus trifft man in Kameshli nicht auf jene nervtötenden Taxifahrer oder Kellner, die, kaum dass sie erfahren haben, dass man aus Deutschland kommt, in Lobeshymnen auf Gerhard Schröder und Adolf Hitler ausbrechen.
Im Norden Syriens leben viele Kurden. Dem Regime bereitet ihre dissidente Einstellung zunehmend Sorgen.

Warten auf einen neuen Frühling (JW)

1 Kommentar 30.3.06 18:33, kommentieren

Die großartige Rede von Tony Blair vom 22. März im Foreign Policy Center ist hier zu finden!

23.3.06 16:00, kommentieren

Im Irak wächst die Abneigung in der Bevölkerung gegen ausländische Widerstandskämpfer. Lokale Stammesführer haben laut einem Pressebericht in der Rebellenhochburg Ramadi in den vergangenen Tagen zahlreiche "arabische Terroristen" gefangen genommen.

Die regierungsnahe irakische Zeitung "Al-Sabah" berichtete heute unter Berufung auf den Stammesführer Scheich Osama al-Dschadaan, insgesamt 1700 Männer seien dem Geheimdienst übergeben worden. Sie stammten aus Syrien, Jordanien, Saudi-Arabien und Algerien.

1 Kommentar 5.3.06 12:26, kommentieren



World Public Opinion .org

1 Kommentar 27.2.06 20:37, kommentieren

Saddams General sagt aus: Iraks Massenvernichtungswaffen nach Syrien gebracht!

The man who served as the no. 2 official in Saddam Hussein?s air force says Iraq moved weapons of mass destruction into Syria before the war by loading the weapons into civilian aircraft in which the passenger seats were removed.

The Iraqi general, Georges Sada, makes the charges in a new book, ?Saddam?s Secrets,? released this week. He detailed the transfers in an interview yesterday with The New York Sun.

?There are weapons of mass destruction gone out from Iraq to Syria, and they must be found and returned to safe hands,? Mr. Sada said. ?I am confident they were taken over.?

Mr. Sada?s comments come just more than a month after Israel?s top general during Operation Iraqi Freedom, Moshe Yaalon, told the Sun that Saddam ?transferred the chemical agents from Iraq to Syria.?

An article in the Fall 2005 Middle East Quarterly reports that in an appearance on Israel?s Channel 2 on December 23, 2002, Israel?s prime minister, Ariel Sharon, stated, ?Chemical and biological weapons which Saddam is endeavoring to conceal have been moved from Iraq to Syria.? The allegation was denied by the Syrian government at the time as ?completely untrue,? and it attracted scant American press attention, coming as it did on the eve of the Christmas holiday.

Und jetzt die Saddam-Tapes. In der Nightline-Version schon be?ngstigend, aber jetzt erhebt der urspr?ngliche FBI-?bersetzer Tierney der B?nder schwere Vorw?rfe: Saddam soll von einer Terror-Attacke mit chemischen Waffen auf Amerika gesprochen haben, und zwar einer outgesourcten, die man nicht in den Irak zur?ckverfolgen k?nnte. Das h?tte ABC nicht ber?cksichtigt. Es ist zu hoffen, dass diese B?nder wie geplant in ihrer Gesamtheit wie geplant ver?ffentlicht werden, damit man all dies ?berpr?fen kann.

Dann ist da Ali Ibrahim al-Tikriti, der Kommandant der s?dlichen Fedayeen Miliz Saddams, der Sada best?tigt und erkl?rt auch, warum Saddam die MVW nicht verwendet hat.

"I know Saddam?s weapons are in Syria due to certain military deals that were made going as far back as the late 1980?s that dealt with the event that either capitols were threatened with being overrun by an enemy nation. Not to mention I have discussed this in-depth with various contacts of mine who have confirmed what I already knew. At this point Saddam knew that the United States were eventually going to come for his weapons and the United States wasn?t going to just let this go like they did in the original Gulf War. He knew that he had lied for this many years and wanted to maintain legitimacy with the pan Arab nationalists. He also has wanted since he took power to embarrass the West and this was the perfect opportunity to do so. After Saddam denied he had such weapons why would he use them or leave them readily available to be found? That would only legitimize President Bush, who he has a personal grudge against. What we are witnessing now is many who opposed the war to begin with are rallying around Saddam saying we overthrew a sovereign leader based on a lie about WMD. This is exactly what Saddam wanted and predicted."

Und Kenneth R. Timmerman zufolge, der als Quelle den ehemaligen Deputy Undersecretary of Defense John A. Shaw zitiert, sollen die Russen dabei geholfen haben, weil sie unbedingt vermeiden wollten, dass die Spur zu ihnen zur?ckf?hrt. Und warum die Amerikaner nichts sagen? Einerseits weil sich die Geheimdienste in den Haaren liegen und anderseits, weil man Russland in der Iran-Frage brauche, so ein mit der Sache vertrauter Air Force-General.

In wiefern diese Quellen zuverl?ssig und vertrauensw?rdig sind wird sich noch zeigen m?ssen. Zudem liegen im Pentagon ohne zu ?bertreiben Millionen von Dokumenten die nach dem Fall Bagdads beswchlagnahmt wurden und bis heute nicht ausgewertet sind.

1 Kommentar 22.2.06 12:28, kommentieren

Saddam Tonband: Geheime Biowaffen-Pl?ne

Auf jetzt ver?ffentlichten Tonb?ndern plauderte der fr?here irakische Diktator Saddam Hussein ?ber das irakische Waffenprogramm - und Terrorangriffe auf die USA.
"Es stellt sich die Frage, ob wir alles enth?llen m?ssen oder uns weiter ruhig verhalten"... "Ich glaube, es ist in unserem Interesse, nichts zu sagen. Wir wollen nicht, dass die Welt wei?, was wir besitzen."

weiter...

1 Kommentar 19.2.06 13:41, kommentieren

Wird Frieden in Pal?stina das Problem des Terrorismus l?sen? Ist Armut Schuld am Terrorismus?

Think Again (engl.)

12.2.06 12:23, kommentieren

Was f?r eine Woche!

W?hrend sich hinter den Kulissen der n?chste entscheidende Krieg gegen den Iran ganz langsam ank?ndigt (wer bei den Mullahs immer noch auf verhandeln setzt, spielt nur auf Zeit!), erleben wir eine Rede zur Lage der Nation von Pr?sident Bush die sich nach "gr?n" bewegt ohne den War on Terror aus den Augen zu verlieren.

"Amerika ist s?chtig nach ?l, das oft aus instabilen Teilen der Welt importiert wird", sagte George W. Bush in seiner Rede zur Lage der Nation gestern Abend im Kapitol von Washington. Diese Abh?ngigkeit von ?limporten aus dem Ausland m?sse verringert werden. Er forderte die Erforschung alternativer Treibstoffe, um Ethanol aus Holz und Getreide zu gewinnen. "Unser Ziel ist es, diese Art von Ethanol innerhalb von sechs Jahren zum Einsatz zu bringen", sagte Bush unter dem Applaus der Zuh?rer. "Durchbr?che bei dieser und anderen Technologien werden uns helfen, ein anderes gro?es Ziel zu erreichen: mehr als 75 Prozent unserer ?limporte aus dem Nahen Osten bis 2025 zu ersetzen."
?Unsere Nation ist dem historischen, langfristigen Ziel verpflichtet, die Tyrannei in der Welt zu beenden. Einige tun dieses Ziel als fehlgeleiteten Idealismus ab. (...) Jeder Schritt in Richtung Freiheit in der Welt macht unser Land sicherer, und so werden wir mutig f?r die Sache der Freiheit wirken.?
?Freiheit ist die Zukunft aller Nationen im Nahen Osten, weil Freiheit das Recht und die Hoffnung der Menschheit ist. Das gleiche gilt auch f?r Iran, einer Nation, die von einer kleinen religi?sen Elite als Geisel gehalten, unterdr?ckt und isoliert wird. (...) Heute Nacht m?chte ich direkt zu den B?rgern in Iran sprechen: Amerika respektiert Sie, und wir respektieren Ihr Land. Wir respektieren Ihr Recht, Ihre eigene Zukunft zu w?hlen und Ihre Freiheit zu gewinnen. Unsere Nation hofft, da? sie eines Tages der engste Freund eines freien und demokratischen Iran sein wird.?

Inzwischen zeichnet sich im Irak ein neues Bild ab:

Die Sunniten wenden sich von Sarkawi ab und schw?ren ihn aus dem Land zu jagen. (Oh ja liebes Syrien, es w?re sehr weise ihn nicht aufzunehmen?) Dies h?tte zur Folge - wenn es ihnen gelingt, doch das sollte es, weil sie seine gr?ssten Unterst?tzer waren - dass die Anschl?ge gegen die Zivilbev?lkerung abnehmen werden und sich die Lage beruhigen wird, was wiederrum dazu f?hren wird, dass die Amerikaner sich zur?ckziehen werden und der innerirakische Widerstand, der von ebendiesen sunnitischen Clans ausgeht keine Existenzgrundlage haben wird und sie keine Wahl haben werden als am politischen Prozess teilzunehmen (an welchem sie eigentlich schon jetzt teilnehmen, folgen sie doch bloss den Forderungen seitens Bagdad, mit Sarkawi zu brechen).

Wenn diese Clans es also Ernst meinen, dann ist es das gewesen, meine Freunde. Wenn Sarkawi und seine notgeilen K?mpfer nicht mehr aktiv sind, werden keine Zivilisten mehr umgebracht, nicht einmal Polizeirekruten. Dann k?nnen unsere Boys & Girls nach Hause kommen. Dann brauchen wir nur noch die irakischen Sicherheitskr?fte auszubilden und zusehen, dass die demokratischen Strukturen bestehen bleiben. Dann, meine Freunde, haben wir innerhalb von drei Jahren allen Pessimisten und Rassisten zum Trotz eine historische Heldentat vollbracht: Einen der schlimmsten Massenm?rder der Geschichte, der Stalin und Hitler bewunderte durch die erste arabische Demokratie ersetzt, in der Sunniten, Schiiten und Kurden zusammenleben.

Hopefully soon...

1 Kommentar 1.2.06 09:43, kommentieren

In Afghanistan haben am Samstag mehrere hundert Menschen gegen eine Welle von Selbstmordanschl?gen demonstriert, f?r die das benachbarte Pakistan verantwortlich gemacht wird. ?Nieder mit Pakistan!? riefen die Demonstranten in der Stadt Ghasni rund 125 Kilometer s?dwestlich von Kabul. Seit Ende September wurden in Afghanistan rund 20 Selbstmordanschl?ge ver?bt, erst am Montag riss ein Selbstmordattent?ter an der Grenze zu Pakistan 21 Menschen in den Tod. Nach Angaben eines Fotografen der Nachrichtenagentur AP beteiligten sich an dem Protest in Ghasni etwa 1.000 Menschen. Die Polizei sperrte mehrere Stra?en ab, um Ausschreitungen zu verhindern.

1 Kommentar 21.1.06 14:03, kommentieren



Offenbar war Al-Qaida-Vize al-Zawahiri das Ziel des Einsatzes, der Beziehungen zwischen den USA und Pakistan belastet.

Bei dem US-Luftangriff vom vergangenen Freitag sind pakistanischen Geheimdienstkreisen zufolge mindestens drei hochrangige Vertreter von Al-Kaida get?tet worden. Unter den Toten seien der Chemiewaffen-Experte und Chef-Bombenbauer sowie ein Schwiegersohn der Nummer zwei der Extremisten-Organisation. Dem Stellvertreter von Osama bin Laden, Ajman al-Zawahiri, dem der Angriff nach US-Angaben eigentlich galt, sei zum Zeitpunkt des Luftschlags nicht im Dorf Damadola nahe der Grenze zu Afghanistan gewesen.

Zwar sei Zawahiri nicht vor Ort gewesen, aber dessen Schwiegersohn Abdul Rehman Al-Misri al Maghribi - der Verantwortliche f?r die ?ffentlichkeitsarbeit von Al-Kaida - sei durch den Angriff ums Leben gekommen. Bei einem weiteren Toten handle es sich um Midhat Mursi al-Sajid 'Umar, dem Chemiewaffen-Experten und Chef-Bombenbauer der Organisation. Auf ihn war ein Kopfgeld von f?nf Millionen Dollar ausgesetzt. Der US-Bundespolizei FBI zufolge leitete Umar ein Ausbildungslager in Derunta in Afghanistan. Seit 1999 habe er Extremisten mit Handb?chern mit Bauanleitungen f?r chemische und biologische Waffen versorgt.

1 Kommentar 19.1.06 17:19, kommentieren

"Der Krieg ist popul?rer als der Pr?sident"
Interview mit dem Politologen Kagan

Trotz des Terrors im Irak wird es keinen Abzug der US-Truppen geben, prognostiziert Robert Kagan. Im Interview spricht der Politikwissenschaftler ?ber die Krise der Bush-Regierung, die Erwartungen an eine Kanzlerin Merkel und die Zukunft des transatlantischen Verh?ltnisses.

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3 Kommentare 21.11.05 21:00, kommentieren

Kairo (Reuters) - Fast alle Selbstmordattent?ter im Irak sind nach den Worten des irakischen Sicherheitschefs ?ber die syrische Grenze in den Golfstaat gelangt.

Die meisten der Attent?ter stammten aus Saudi-Arabien, sagte Mowaffak al-Rubaie am Sonntag vor Journalisten in Kairo. Daneben seien auch Araber aus Syrien, dem Libanon, Jordanien, ?gypten und Algerien f?r Anschl?ge im Irak verantwortlich. Sie alle erhielten in Syrien logistische Unterst?tzung und eine entsprechende Ausbildung. Von der Regierung in Damaskus forderte Rubaie ein schnelles Handeln. "Wir wollen eine politische Entscheidung, damit das Einsickern von Selbstmordattent?tern von aus Syrien in den Irak gestoppt wird."

Nicht nur die irakische Regierung, auch die USA und Gro?britannien dr?ngen Syrien seit langem dazu, seine Grenzen besser zu ?berwachen. Auch dem Iran, dem ?stlichen Nachbarn des Irak, werfen sie vor, nicht genug zu tun, um das Eindringen von Extremisten in den Irak zu verhindern. Syriens Pr?sident Baschar al-Assad wies die Kritik wiederholt zur?ck. Sein Land unterst?tze keine Aufst?ndischen und w?nsche sich einen stabilen Irak. Allerdings bek?me seine Regierung f?r die Sicherung der Grenzen auch keinerlei Hilfe von den USA, kritisierte er.

1 Kommentar 14.11.05 14:59, kommentieren

Washington (dpa) - Nach der Aff?re um m?glichen Geheimnisverrat in h?chsten Regierungszirkeln hat US-Pr?sident George W. Bush seinen engsten Beratern Nachhilfestunden in Ethik verordnet. Alle Mitarbeiter im Wei?en Haus m?ssen ab n?chste Woche pauken, wie so genannte Ethik-Regularien einzuhalten sind. Das berichten US-Medien. In der Aff?re um die Enttarnung einer verdeckten CIA-Agentin war der Stabschef von Vizepr?sident Richard Cheney, Lewis Libby, in der vergangenen Woche zur?ckgetreten. Ihm wird Meineid vorgeworfen.

1 Kommentar 5.11.05 20:23, kommentieren

Syrien hat nichts aus der Ermordung Hariris gelernt. Am 4. Oktober ver?ffentlichte die "Volksfront" in Damaskus eine offizielle Mitteilung mit folgender Drohung: ?Der Versuch, die Waffen der Pal?stinenser in Libanon gem?? Resolution 1559 zu beschlagnahmen, wird nicht im Stillen hingenommen, und es wird keinen Kompromiss geben.? Au?erdem hie? es, dass der neue Ministerpr?sident des Libanon, Fuad Saniora, die direkte Verantwortung f?r die "feindlichen Schritte gegen die pal?stinensischen Br?der" trage.

Die Drohung aus Damaskus gegen den derzeitigen Ministerpr?sidenten ist Inhalt des Halbjahresberichts ?ber die Durchf?hrung der UN-Resolution 1559, den gestern der UN-Sondergesandte Terje Larsen f?r den Nahen Osten dem UN-Generalsekret?r und dem Sicherheitsrat vorlegte.

Aus dem Bericht Larsens geht hervor, dass Russland noch immer Waffen an die militanten Organisationen im Libanon liefert, trotz des Versuchs der libanesischen Regierung, dies zu verhindern. Larsen erkl?rte zudem, dass die Libanesen Pal?stinenser festnehmen konnten, die versucht hatten, auf libanesisches Gebiet vorzudringen und syrische Papiere bei sich trugen.

Larsen erkl?rte, dass es der libanesischen Regierung immer noch nicht gelungen ist, das gesamte Staatsgebiet unter ihre Kontrolle zu bringen und alle Milizen zu entwaffnen.

Larsen bezog sich auf die in Israel gelegenen "Shebaa-Farms" (Har Dov) und erkl?rte abermals, dass Israel der Entscheidung des Sicherheitsrats vollkommen nachgekommen ist und sich vollst?ndig aus dem Libanon zur?ckgezogen hat. ?Daher kann all der ?libanesische Widerstand?, der dazu bestimmt ist, die Region von einer andauernden israelischen Besatzung ?zu befreien?, nicht als legal angesehen werden. (ynet, 28.10.)

1 Kommentar 28.10.05 19:27, kommentieren

Die Warnung ist deutlich. US-Pr?sident George W. Bush hat Syrien mit Milit?raktionen gedroht, wenn die Regierung in Damaskus nicht ihre Politik gegen?ber Libanon, Irak und extremistischen Pal?stinensern korrigiert. Er nahm Bezug auf den Mehlis-Report zum Mord am libanesischen Politiker Hariri. Dies berichtet der Spiegel.

1 Kommentar 25.10.05 14:52, kommentieren