MORGENTHAU

WASG-Bundesvorstand Wagner will NPD-Mitglied werden

Dresden (dpa) - Das Bundesvorstandsmitglied der WASG, Andreas Wagner, will Mitglied der rechtsextremen NPD werden. Die Parteiführung habe die Idee der WASG verraten und verkauft, sagte er der «Leipziger Volkszeitung». Er werde in die NPD eintreten. Die Parteiprogramme von WASG und NPD seien «an vielen Punkten ähnlich».

quelle: welt

1 Kommentar 26.4.06 22:37, kommentieren

Das neue Egotronic-Album ist erschienen und für jeden konsumfreudigen Antideutschen ein Pflichtkauf. Also ein Kaufbefehl.

24.4.06 15:37, kommentieren

Der Irak bekommt einen neuen Premierminister. Der wiedergewählte Präsident Jalal Talabani beuaftragte heute Al-Maliki mit der Regierungsbildung, Dschafari hatte kurz zuvor verzichtet. Damit ist der Weg frei für eine Einheitsregierung mit Schiiten, Kurden UND Sunniten. Ein großer Schritt!

Gelegenheit noch einmal den Sturz von Saddam zu feiern

1 Kommentar 22.4.06 22:32, kommentieren

Atomkraft, nein danke? Oder doch als Alternative gegen die Klimakatastrophe??
Ein Greenpeace-Mitbegründer setzt sich für die Atomkraft ein und andere schreiben überzeugend gegen den deutschen Kulturpessimismus der Ökofundis

21.4.06 19:15, kommentieren

Vor der iranischen Botschaft in Berlin haben sich etwa 20 Demonstranten angekettet. Sie protestierten damit gegen die Politik der Teheraner Regierung. Die Exil-Iraner trugen laut DPA Transparente mit Aufschriften wie «Keine Atommacht Iran» bei sich und verteilten Flugblätter. Die Polizei durchtrennte die Ketten. In Moskau beraten heute die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland über einen Ausweg aus dem Konflikt um das iranische Atomprogramm. Russland lehnt weiter Sanktionen ab. Die USA fordern ein hartes Vorgehen.

1 Kommentar 18.4.06 16:08, kommentieren

Es gibt ja tatsächlich noch erfreuliche Nachrichten. Und die haben sogar mit Fußball zu tun: Während die FIFA über Sanktionen gegen ihr Mitglied Israel nachdenkt – nachdem die Israel Defense Forces es gewagt hatten, einen Angriff des Islamischen Djihad mit Kassam-Raketen auf einen Sportplatz im Kibbuz Karmiya durch die Absenkung des Mittelkreises im Hauptstadion des Gazastreifens zu beantworten –, zeigt ein nicht ganz unbekannter Profi seine Solidarität mit dem jüdischen Staat:

Ronaldinho für Israel

1 Kommentar 18.4.06 13:43, kommentieren

Gute Radiosendung über Mohammed-Karikaturen und den Iran bei Beatpunk...

Streaming

14.4.06 19:08, kommentieren

Zu Recht wütete Marx gegen das „Gothaer Programm“ der Arbeiterpartei, der späteren SPD: Es stünde „unendlich tief unter dem der Freihandelspartei“ weil diese wenigstens „etwas“ nicht Reaktionär-Nationales einfordere, nämlich, „den Handel international (zu) machen“. (MEW 19, 24) Die Arbeiterpartei hingegen käue die „gegen die Sozialisten gerichteten“ (MEW 19, 31) Rezepte der Staatswirtschaft wieder, und schiele deutlich nach dem Bündnis mit dem autoritären Preußen, wenn es von den „geistigen und sittlichen Grundlagen des freien Staates“ und dessen fabelhafter Autonomie schwärme, der gegenüber die Bourgeoisie in den Augen der Sozialdemokratie nur „eine reaktionäre Masse sei“ (MEW 19, 33 bzw. 21).

„Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt Bestehenden Voraussetzung. Übrigens setzt die Masse von bloßen Arbeitern – massenhafte von Kapital oder von irgendeiner bornierten Befriedigung abgeschnittne Arbeiterkraft – und darum auch der nicht mehr temporäre Verlust dieser Arbeit selbst als einer gesicherten Lebensquelle durch die Konkurrenz – den Weltmarkt voraus.“ (MEW 3, 35f.)

„Durch die Emanzipation des Privateigentums vom Gemeinwesen ist der Staat zu einer besonderen Existenz neben und außer der bürgerlichen Gesellschaft geworden; er ist aber weiter nichts als die Form der Organisation, welche sich die Bourgeois sowohl nach Außen als nach innen hin zur gegenseitigen Garantie ihres Eigentums und ihrer Interessen notwendig geben. Die Selbständigkeit des Staats kommt heutzutage nur noch in solchen Ländern vor, wo die Stände sich nicht vollständig zu Klassen entwickelt haben, wo die in den fortgeschrittneren Ländern beseitigten Stände noch eine Rolle spielen und ein Gemisch existiert, in denen daher kein Teil der Bevölkerung es zur Herrschaft über die übrigen bringen kann. Dies ist namentlich in Deutschland der Fall. Das vollendetste Beispiel des modernen Staats ist Nordamerika. (MEW 3, 62)

"Wenn die nationale Borniertheit überall widerlich ist, so wird sie namentlich in Deutschland ekelhaft, weil sie hiermit der Illusion, über die Nationalität und über alle wirklichen Interessen erhaben zu sein, denjenigen Nationalitäten entgegengehalten wird, die ihre nationale Borniertheit und ihr Beruhen auf wirklichen Interessen offen eingestehen.“ (MEW 3, 457f.)

aus dem sehr empfehlenswerten Artikel der Bahamas: Im Bann des Etatismus

1 Kommentar 11.4.06 01:38, kommentieren

Die Autoren des Iraqi Perspectives Project (IPP)-Report haben für Foreign Affairs eine lange Zusammenfassung der neuen Erkenntnisse über Saddams Regime, seine Kapazitäten und Strategien geschrieben. Trotz der Länge ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema beschäftigt:

View from the Inside

1 Kommentar 1.4.06 10:55, kommentieren

Anders als in Damaskus trifft man in Kameshli nicht auf jene nervtötenden Taxifahrer oder Kellner, die, kaum dass sie erfahren haben, dass man aus Deutschland kommt, in Lobeshymnen auf Gerhard Schröder und Adolf Hitler ausbrechen.
Im Norden Syriens leben viele Kurden. Dem Regime bereitet ihre dissidente Einstellung zunehmend Sorgen.

Warten auf einen neuen Frühling (JW)

1 Kommentar 30.3.06 18:33, kommentieren

Torsun von Egotronic und KP Berlin liefern den Sound für die WM:

(No) German Bombers

4 Kommentare 28.3.06 19:13, kommentieren

"Iran hat keine Atomkraftwerke, weder für Uran noch für Plutonium. Wofür braucht man also den Schwerwasserreaktor in Arak, wenn nicht für atomare Waffen? Iran verfügt über die zweitgrößten Gasreserven weltweit, die den Verbrauch Europas 400 Jahre lang decken könnten. Außerdem hat er die weltweit drittgrößten Erdölreserven. Die Stromerzeugung mit Gas ist elf Mal preiswerter als durch Atomkraft. Ein Atomkraftwerk wird ohnehin nur 2,5 Prozent des iranischen Energiebedarfs decken können."

Amir Taheri in der Netzzeitung

1 Kommentar 27.3.06 20:49, kommentieren

Am Mittwochabend wurde die 17-jährige Kurdin Hayriye Aydin vom Bundespräsidenten im Schloss Bellevue empfangen. Horst Köhler würdigte die Schülerin für ihr ehrenamtliches Engagement gegen Antisemitismus. Helfen allerdings wollte er ihr nicht. „Ein Rechtsstaat ist ein Rechtsstaat“, sagte er. Der Fall hat bundesweit Schlagzeilen gemacht. Die Familie der Vorzeigemuslimin soll in wenigen Wochen in die Südtürkei abgeschoben werden. Vor mehr als 16 Jahren waren die Eltern nach Deutschland gekommen und hatten sich offenbar unter falschem Namen Asyl erschlichen. Daher sei deren Ausweisung im „öffentlichen Interesse“, meint Berlins Innensenator Ehrhart Körting.
In die Ausbildung der Aydin-Kinder zum Beispiel hat die Stadt Berlin bereits erhebliche Mittel investiert. Was spricht dagegen, die Familie hier weiter wohnen, leben und arbeiten zu lassen? Das Prinzip, lautet die deutscheste aller Antworten. Der frühe Gesetzesverstoß. Doch was formal stimmen mag, führt hier zu absurden Konsequenzen. Ob hessisches Einwanderungsquiz oder baden-württembergischer Gesinnungstest: Hayriye würde bei beiden wohl ganz gut abschneiden. Sie und ihre Familie trotzdem abzuschieben, zeugte von Gefühls- und Vernunftsverwirrung. Es wäre ein Skandal.

1 Kommentar 26.3.06 16:29, kommentieren

Die großartige Rede von Tony Blair vom 22. März im Foreign Policy Center ist hier zu finden!

23.3.06 16:00, kommentieren

20.3.06 19:53, kommentieren

Leben mit tausend Diktatoren

Was denkt das iranische Volk? Glaubt es an seine Führung? Setzt es auf die Bombe? Auf den Spuren einer Gesellschaft zwischen Erschöpfung und zäher Hoffnung

Wadi

1 Kommentar 19.3.06 21:55, kommentieren

Immigration und Integration?

Die Welt berichtet:

Bereits in vier Jahren wird in den Großstädten die Hälfte der unter 40-Jährigen einen “Migrationshintergrund” haben. Dann kann man nicht mehr von Mehrheit oder Minderheit sprechen. “Dann wird es mehr Migranten geben als Deutsche, dann kippen unsere Großstädte um”, warnt Unions-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl (CSU).

Was Hans-Peter Uhl unter “Umkippen” versteht, ist nicht ganz klar. Es klingt jedenfalls bedrohlich, und so soll es wohl auch klingen.

Solche Aeusserungen sind Ausdruck einer Haltung, die uns in die Misere gebracht haben, in der wir jetzt stecken: Migranten als Belastung zu sehen, nicht als unser Zukunftskapital.

Wuerde man Migranten als unser Zukunftskapital sehen, dann wuerde man in sie investieren. Das heisst: erstens Bildung, zweitens Bildung, drittens Bildung. Von den Faehigkeiten und von der produktiven Energie der Migranten haengt die Zukunft Deutschlands ab.

Kaum ein Migrantenkind sieht die deutsche Universitaet von innen. Eine grosse Minderheit verlaesst die Hauptschule ohne Abschluss.

Was zu aendern waere, und zwar schleunigst, sind die Chancen auf Bildung und Ausbildung. Das beginnt mit Kindergartenpflicht ab fuenf, Foerderkurse inklusive. Es geht weiter mit obligatorischen Ganztagsschulen, auch dort mit Foerderkursen, um eventuelle Nachteile vom Elternhaus her auszugleichen. Und schliesslich auch spezielle Programme fuer den Besuch von Universitaet. Der Kreativitaet sind keine Grenzen gesetzt.

Wuerde man ernsthaft ueber Integration nachdenken, und nicht nur ueber Integrationskurse, dann muesste man sich auch Gedanken ueber die Oeffnung des Arbeitsmarkts machen. Integration funktioniert nicht, wenn Menschen den ganzen Tag zu Hause sitzen. Integration bedeutet vor allem: Integration in den Arbeitsmarkt. Bei der Arbeit lernt man die Sprache, bei der Arbeit lernt man andere Menschen kennen. Hier entsteht jenes Netzwerk von Kommunikation, das entscheidend ist fuer die Integration von Gesellschaften.

Ein weiterer Punkt ist der Uebergang zu einer Immigration, bei der die Ansaessigen ein Recht darauf haben, auszuwaehlen, wer dazu kommen soll und wer nicht. Mit anderen Worten: gezielte Anwerbung. Eine Selbstverstaendlichkeit in Einwanderungsgesellschaften, zu denen die Bundesrepublik seit Jahrzehnten gehoert.

Und schliesslich ist es auch nicht unsinnig, ueber Leitkultur nachzudenken, im Sinne von Bassam Tibi: Nicht als Formulierung exklusiver Traditionen (echter oder erfundener), sondern als inklusive Verstaendigung darueber, wie wir hier zusammenleben wollen. Dass dazu die unbedingte Geltung der elementaren Menschenrechte ebenso gehoert wie der Respekt fuer die Verfassung, ist eine Selbstverstaendlichkeit.

Das alles allerdings erfordert eine Haltung, die Immigration begruesst und bejaht - sie als Bereicherung und als Chance ansieht. Was wir dazu brauchen, ist ein erweiterter Begriff dessen, was es heisst, ein Deutscher zu sein. Wer dagegen vom drohenden “Umkippen” redet, schuert Feindschaft, fischt in trueben Gewaessern und tut der deutschen Zukunft einen schlechten Dienst.

17.3.06 19:41, kommentieren

»Bei weitem mehr Morddrohungen als 50Cent« hat die »muslimische Madonna« Deeyah seit dem Beginn ihrer musikalischen Karriere erhalten. Die Gefahr geht hier allerdings nicht von verfeindeten Gangs oder geprellten Drogendealern aus, es sind die Islamisten, die mal wieder die Messer wetzen. 1996 schaffte sie es bis in die norwegischen Top-Ten. In einem ihrer Musik-Videos war ihr unverhüllter Rücken zu sehen. Das nahmen die eifrigen Koranfans zum Anlass, Deeyah auf einem ihrer Konzerte auf der Bühne körperlich zu attackieren, ihre Familie zu bedrohen, man versuchte sogar, sie aus ihrer Schule zu entführen. Die damals 18jährige Sängerin flüchtet daraufhin mit ihrer Familie nach London und zog sich zunächst aus dem Musikbusiness zurück. Zum Glück ist sie schon seit langem wieder zurück auf der Bühne und ihr neues Video thematisiert offen die Frauenverachtung in islamischen Gesellschaften. Im Clip zu What will it be wift Deeyah die Burka ab, um ordentlich Haut zu zeigen, im Text dazu heisst es »We dont take it lightly when you threatinin women. How you have so much hate and yet faith in religion? Fake in the system, need to take a break with the dissin, before you end up in the lake with the fishes. Hearin bout the Muslim Madonna, asian j-lo, lookin for drama (ok) if you say so. If you that religious and not with trendy clothes, then what you doin even watchin videos?« . Dazu der Refrain: »DO YOU STAND UP, LAY DOWN OR FOLLOW? WHAT WILL IT BE? WILL IT ALL BE THE SAME AGAIN TOMORROW?« . Im Video ist zudem wieder ihr unverhüllter Rücken zu sehen, auf den Fotos mundtoter muslimischer Frauen projiziert werden (ua das der lesbischen Islamkritikerin Irshad Manji oder Rahila Iqbal, die in Pakistan von ihren Verwandten ermordet wurde, da sie einen Mann ihrer Wahl heiraten wollte). Seit der Veröffentlichung des Videos musste Deeyah nun auch in England einige Konzerte aus Sicherheitsgründen absagen und benötigt ständigen Personenschutz.

Video: MOV

Quelle: Beatpunk

1 Kommentar 10.3.06 19:47, kommentieren

Im Irak wächst die Abneigung in der Bevölkerung gegen ausländische Widerstandskämpfer. Lokale Stammesführer haben laut einem Pressebericht in der Rebellenhochburg Ramadi in den vergangenen Tagen zahlreiche "arabische Terroristen" gefangen genommen.

Die regierungsnahe irakische Zeitung "Al-Sabah" berichtete heute unter Berufung auf den Stammesführer Scheich Osama al-Dschadaan, insgesamt 1700 Männer seien dem Geheimdienst übergeben worden. Sie stammten aus Syrien, Jordanien, Saudi-Arabien und Algerien.

1 Kommentar 5.3.06 12:26, kommentieren

Der folgende Text ist eine sehr stark gekürzte Version von zwei Teilen eines Referats zum Thema „Antiamerikanismus“, das beim Tomorrow-Theorie-Café gehalten wurde. Im ersten Teil wird es um die Geschichte des Verhältnisses der Linken zu Amerika gehen, wobei der Fokus auf den revolutionären deutschen Emigranten um 1848 liegt. Im zweiten Teil werden Thesen zum Antiamerikanismus formuliert.

Wie die Linke verlernte Amerika zu lieben

1 Kommentar 4.3.06 12:18, kommentieren